Dieselgate – sind bequeme Autofahrer der Grund ?

Okay, hier ist vermintes Gelände. Trotzdem von mir ein Beitrag zu diesem Thema.

Zunächst mal gehe ich davon aus, dass die Abgasentgiftung bei modernen Dieseln funktioniert. Denn das lässt sich bei den Labortests nachweisen. Solange die Motorsoftware „annimmt“, dass sich das Fahrzeug auf einem Teststand befindet, wird die Abgasentgiftung aktiviert und alle gemessenen Werte sind super.

Warum funktioniert die Abgasentgiftung nicht im Fahrbetrieb ? Soweit ich das Ganze verstanden habe, wird für die Entgiftung Harnstoff benötigt, der als zusätzliche Flüssigkeit in einem dafür vorgesehenen Tank mitgeführt werden muss. Solange der Motor läuft und die Entgiftung arbeitet, wird der Harnstoff verbraucht. Möglicherweise gibt es ein durch chemische oder physikalische Formeln festgelegtes Verhältnis zwischen Diesel und Harnstoff.

Das bedeutet also, dass nach einer Anzahl von Kilometern die mitgeführte Harnstoffmenge aufgebraucht ist. Könnte also sein, dass eine Tankanzeige leuchtet und zum Harnstoff-Tanken auffordert. Je größer man nun den Harnstofftank macht, desto länger kann man fahren bis das passiert. Gleichzeitig führt man aber bei vollem Harnstofftank zusätzliches Gewicht mit, das beim Abbremsen extra Kraftstoff benötigt. Aus energetischen Gründen sollte der Harnstofftank also eher klein bemessen werden – und so geschah es wohl auch.

Um nun nicht die Dieselfahrer mit einem weiteren Füllstand zu nerven (das wäre möglicherweise ein Showstopper), suchte man in der Autoindustrie nach Wegen, den Harnstoffvorrat nicht außerhalb der Servicetermine nachfüllen zu müssen. Dies erforderte, dass man die Abgasentgiftung möglichst häufig abschaltet, um den Harnstoffverbrauch zu schonen.

Die Abschaltung der Abgasentgiftung wird per Software gesteuert. Deshalb lässt sich über ein Softwareupdate die Abgasentgiftung problemlos für den Fahrbetrieb dauerhaft aktivieren. Der einzige Nachteil für den Fahrer: er muss sich nun daran gewöhnen, den Flüssigkeitsstand des Harnstofftanks zu überprüfen.

Was ist das Problem ?

Ein Gedanke zu „Dieselgate – sind bequeme Autofahrer der Grund ?“

  1. Es gibt gar kein Problem: bei meinem Diesel ist ca. alle 10.000 km (Inspektion alle 30.000km) neuer Harnstoff notwendig. Wenn ich nicht nachfülle, bleibt das Auto letztendlich stehen. Also mindestens 2x zwischendurch nachtanken. Demnach müsste mein E6-Diesel sauber sein. Bin gespannt……

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